Wenn der Lichtmaschinenriemen an Ihrer Bukhanka quietscht, an einer Kante verschleißt oder langsam von der Riemenscheibe läuft, liegt das Problem fast nie am Riemen selbst. In den meisten Fällen laufen die Riemenscheiben einfach nicht in einer Ebene. Schon wenige Millimeter Versatz zwischen Kurbelwelle, Wasserpumpe und Lichtmaschine reichen aus, um Riemen zu zerstören und Sie zur Verzweiflung zu bringen.
Warum Riemen an einer Bukhanka Probleme machen
Der vordere Nebenantrieb bei einem UAZ ist einfach, aber er verträgt keine kleinen Fehler. Im Laufe der Jahre erhalten viele Kleinbusse Ersatzlichtmaschinen, andere Riemenscheiben oder gemischte Halterungen. Jede kleine Änderung kann die Riemenlinie gerade so verschieben, dass Geräusche oder ungleichmäßiger Verschleiß entstehen.
Wenn der Riemen nicht gerade läuft, versucht er, an der Kante der Riemenscheibe hochzuklettern. Das zeigt sich durch Quietschen beim Anlassen, Verglasungen oder ausgefranste Kanten. Den Riemen fester zu spannen, verdeckt das Symptom nur kurz und zerstört oft stattdessen Lager.
Die üblichen Ursachen
| Ursache | Was Sie sehen | Warum es passiert |
|---|---|---|
| Versatz der Riemenscheibenebene | Riemen läuft zur Seite oder läuft ab | Eine Riemenscheibe sitzt wenige mm zu weit innen oder außen |
| Gemischte Bauteile | Schneller Kantenverschleiß nach Umbauten | Unterschiedliche Höhe von Lichtmaschine oder Riemenscheibenstapel |
| Falsche Spannung | Quietschen oder verglaster Riemen | Zu lockere oder zu feste Einstellung |
Schnelle Ausrichtungsprüfung
Für die Diagnose brauchen Sie keine Spezialwerkzeuge. Ein Richtscheit oder ein flacher Stab reicht aus. Halten Sie ihn über die Fläche der Wasserpumpe-Riemenscheibe und blicken Sie entlang zu den Kurbelwellen- und Lichtmaschinenriemenscheiben. Alle Rillen sollten in einer Ebene liegen. Wenn eine Riemenscheibe deutlich vor- oder zurücksteht, haben Sie die Ursache gefunden.
Messen Sie den Versatz. Schon zwei oder drei Millimeter sind bei einem Keilriemenantrieb entscheidend.
So korrigieren Sie die Ausrichtung
Unterlegen Sie die Lichtmaschine. Wenn die Riemenscheibe der Lichtmaschine nicht in der Linie liegt, fügen Sie Unterlegscheiben zwischen Lichtmaschinenhalter und Befestigungsöse hinzu oder entfernen Sie diese. Das ist oft die schnellste Lösung.
Unterlegen Sie die Riemenscheibe. Wenn die Riemenscheibe selbst die Abweichung verursacht, montieren Sie einen dünnen Distanzring auf der Nabe hinter der Riemenscheibe. Typische Korrekturen liegen im Bereich von 3 bis 5 mm.
Richten Sie die Halter aus. Verbogene oder nicht passende Halter können die Lichtmaschine aus der Ebene ziehen, selbst wenn sie festgezogen sind. Stellen Sie sicher, dass alles plan aufliegt, bevor Sie endgültig anziehen.
Nach dem Unterlegen drehen Sie den Riemen von Hand und beobachten, wie er läuft. Im Betrieb sollte der Riemen ruhig in der Mitte der Riemenscheibe sitzen, ohne an eine Kante zu klettern.
Die richtige Riemenspannung einstellen
Die Ausrichtung hat Vorrang. Erst danach stellen Sie die Riemenspannung ein. Ein richtig ausgerichteter Riemen kann relativ locker laufen und bleibt trotzdem leise.
Mit mäßigem Fingerdruck in der Mitte zwischen den Riemenscheiben sollte ein korrekt gespannter Keilriemen sichtbar nachgeben, ohne sich weich anzufühlen. Zu locker quietscht und verglast er. Zu straff belastet er die Lager von Lichtmaschine und Pumpe. Nach der ersten kurzen Fahrt immer die Spannung nachprüfen. Neue Riemen legen sich schnell.
Verschleißmuster verstehen
| Verschleißmuster | Was es aussagt | Was zu beheben ist |
|---|---|---|
| Glänzende, verglaste Oberfläche | Riemen rutscht | Riemenscheiben reinigen und richtige Spannung einstellen |
| Eine Kante ausgefranst | Riemenscheiben nicht ausgerichtet | Unterlegscheiben hinzufügen oder entfernen, bis zentriert |
| Riemen läuft bei Geschwindigkeit ab | Starke Fehlausrichtung | Riemenscheibenebenen und Befestigungen erneut prüfen |
Schnelle Distanzring-Lösung
Wenn Sie wissen, welche Riemenscheibe nicht in der Linie liegt, ist die Lösung meist schnell. Riemenscheibe oder Lichtmaschine abnehmen, einen Distanzring mit der gemessenen Stärke einlegen, alles wieder montieren und mit dem Richtscheit erneut prüfen. Richtig gemacht läuft der Riemen sofort gerade, auch im Leerlauf.
Abschließender Rat
Bei einer Bukhanka sind Riemenprobleme fast immer Geometrieprobleme. Widerstehen Sie dem Drang, den Riemen zu fest zu spannen oder ständig zu wechseln. Nehmen Sie sich zehn Minuten Zeit, um die Ausrichtung richtig zu prüfen und mit einfachen Unterlegscheiben zu korrigieren. Sind die Riemenscheiben erst einmal richtig ausgerichtet, verschwinden die Geräusche, die Lebensdauer des Riemens verbessert sich erheblich, und der vordere Motorbereich wird zu etwas, woran Sie bei jeder Fahrt nicht mehr denken müssen.